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Passwörter & Logins

Starke Passwörter erstellen, die man sich wirklich merken kann

Schwache, mehrfach verwendete Passwörter sind der häufigste Grund, warum ganz normale Konten gehackt werden. Hier ist ein einfaches System, das dieses Problem endgültig löst.

Um sichere Passwörter zu haben, muss man kein Sicherheitsexperte sein. Man braucht nur eine gute Gewohnheit und im besten Fall ein kostenloses Hilfsmittel. Um genau diese beiden Dinge geht es in diesem Artikel.

Warum wiederverwendete Passwörter so gefährlich sind

Unternehmen werden ständig gehackt, und dabei werden immer wieder Listen mit E-Mail-Adressen und Passwörtern gestohlen und im Netz gehandelt. Kriminelle probieren diese Kombinationen anschließend auf Hunderten anderer Seiten aus — bei Ihrem E-Mail-Konto, Ihrer Bank, Ihren Online-Shops. Man nennt das Credential Stuffing, und es funktioniert, weil die meisten Menschen überall dasselbe Passwort verwenden.

Selbst ein sehr starkes Passwort wird schwach, sobald Sie es an mehr als einer Stelle verwenden. Ein einziges Datenleck öffnet dann die Tür zu Ihrem gesamten digitalen Leben.

Länge schlägt Komplexität

Vergessen Sie Tricks wie P@ssw0rd! — solche Muster erraten Computer spielend leicht. Was ein Passwort wirklich schwer zu knacken macht, sind Länge und Unvorhersehbarkeit. Eine zuverlässige Methode ist die Passphrase: vier oder mehr zufällige, völlig unzusammenhängende Wörter aneinandergereiht, etwa Koffer-Dachs-Ampel-Fjord-7. Lang, zufällig und leicht im Kopf vorstellbar.

Die Schwerarbeit einem Passwort-Manager überlassen

Sich für 80 Konten jeweils eine eigene Passphrase zu merken, ist unmöglich — genau dafür gibt es den Passwort-Manager. Er ist ein sicherer, verschlüsselter Tresor, der für jedes Konto ein anderes, starkes Passwort erstellt und speichert. Sie merken sich nur ein Master-Passwort; er merkt sich den Rest und trägt die Zugangsdaten nur auf der echten Website ein — das schützt Sie zusätzlich vor gefälschten Phishing-Seiten.

  • Er erstellt sofort lange, zufällige Passwörter
  • Er funktioniert auf Ihrem Smartphone, Laptop und im Browser gleichermaßen
  • Er kann Sie warnen, wenn ein gespeichertes Passwort in einem bekannten Datenleck auftaucht

In unserem Ressourcenverzeichnis finden Sie empfehlenswerte Optionen. Auch der in Ihr Smartphone oder Ihren Browser integrierte Passwort-Manager ist einer Wiederverwendung von Passwörtern weit überlegen.

Welche Konten Sie zuerst absichern sollten

  1. Ihr Haupt-E-Mail-Konto. Wer Zugriff auf Ihr E-Mail-Konto hat, kann fast jedes andere Konto zurücksetzen. Sichern Sie es zuerst ab.
  2. Banking- und Zahlungs-Apps.
  3. Konten bei Behörden, Krankenkassen und Ihrem Mobilfunkanbieter.
  4. Einkaufskonten mit hinterlegter Karte — danach nach und nach den Rest.

Prüfen Sie, ob Ihre Daten bereits betroffen sind

Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse bei haveibeenpwned.com ein — einem kostenlosen, vertrauenswürdigen Dienst, der Ihnen zeigt, in welchen bekannten Datenlecks Ihre Angaben auftauchen. Wurde ein Passwort offengelegt, ändern Sie es überall, wo Sie es verwendet haben, und aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung.